NABU WINTERPROGRAMM 2009/2010
Photos von verschiedenen Photografen. Bitte schickt uns eure Photos vom Vogelfestival zu. Wir werden sie dann hier in der Galerie veröffentlichen. Vielen Dank und Liebe Grüße von den Handybirds
Das Stadtbezirksmarketing Lütgendortmund mit seiner Lenkungsgruppe "Naherholung" und der Naturschutzbund (NABU) Stadtverband Dortmund, haben seit einigen Jahren eine Zielsetzung: die Präsentaion der schönen Natur- und Naherholungsgebiete im Stadtbezirk Lütgendortmund. Beim so genannten Tag der Natur am Freitag den 7. August, erlebten in den Morgenstunden Exkursionsteilnehmer die reizvolle und abwechslungsreiche Landschaft der Dünnebecke und Dürener Schweiz. Auf schattigen Waldwegen, in Wiesen und Feldern erfuhren die Teilnehmer gleichzeitig viel Interessantes über Artenvielfalt und ökologische Zusammenhänge der heimischen Flora und Fauna. Am gleichen Abend, mit Eintritt der Dämmerung, lauschten im Naturschutzgebiet Delwiger Bachtal begeisterte Kinder und Erwachsene dem Einführungsvortrag des Fledermausexperten Volker Heimel und den Geräuschen auf seinem Ultraschallgerät zur Ortung und Bestimmung von Fledermäusen. Als endlich die geheimnisvollen, nachtaktiven kleinen Flugakrobaten am Wasserschloss Delwig geortet und bei der Jags nach Insekten gesichtet wurden, war die Begeisterung von der schönen Natur vor der Haustür bei Jung und Alt auf dem Höhepunkt.
Text und Photos von Felix Ostermann
Nachdem es im Juni und Juli sehr heiß und trocken war ging der Wasserstand am Pleckenbrinksee immer weiter zurück. Auf dem See befanden sich zwei Nester mit brütenden Zwergtauchern und ein Nest mit brütenden Blässhühnern. Leider ließen viel Hundehalter Ihre Hunde nach wie vor zum Baden und Toben in den See. Dabei kamen Sie den Nestern schon bedenklich nahe, so das es häufiger zu Störungen des Brutgeschäftes kam. Des weiteren hörten wir , das immer wieder Jugendliche am Ufer des Sees gezeltet hatten und sogar mit einem Schlauchboot auf den See gefahren waren.
Wir haben uns beim NABU entschlossen dass wir hier handeln müssten und haben beschossen dort einige Informationsbesuche zu machen. Aufklärung und Information ohne den erhobenen Zeigefinger hatten wir uns vorgenommen. Kurzerhand habe ich aus Photos, die größtenteils am Pleckenbrink aufgenommen wurden, eine Photomontage gestaltet. Mit unserem kleinen Messestand und der Phototafel machten wir uns dann zum ersten mal an einem Samstag Morgen auf den Weg zum Pleckenbrink. Wir das waren Petra, Raimund und Brigitte. Leider begann es kurz nach unserer Ankunft schon sehr heftig zu regnen, so das wir den größten Teil der Zeit unter dem schützenden Schirm verbrachten. Einige hartgesottene führten trotz des Wetters Ihre Hunde spazieren, so das wir doch noch einige gute Gespräche führen konnten. Gleichzeitig hatten wir eine Unterschriftenliste zum Erhalt des Sees und evtl. Ausweisung als Naturschutzgebiet gestartet. Nachdem beim Wetter keine Besserung in Sicht war haben wir die Aktion abgebrochen , mit dem Verspechen, „Wir kommen wieder“.
Das haben wir dann auch an verschiedenen Terminen gemacht, wobei auch Gudrun und Ingo, Volker, Peter und Neil zur Unterstützung an verschiedenen Terminen dabei waren.
Es stellte sich dabei heraus, dass unser „kleiner Messestand“ für diese Aktion zu aufwendig war, und so baute Raimund kurzerhand einen sehr kleinen mobilen Messestand „ultra light“.
Hiermit ist man so Mobil, das er kurzerhand zu meinem Lieblingsprojekt aus Raimunds Talentschmiede gekürt wurde. Am letzten Samstag hatten wir wieder so einen Einsatz. Wir fanden uns um 18 Uhr , bei wunderschönem Sommerwetter, am See ein. Sofort nach unserer Ankunft sahen wir einen Herrn der seinen Golden Retriever unbehelligt durch den See planschen ließ und uns auch jedes Gespräch verweigerte. Auf der anderen Seite des Sees befanden sich drei Frauen die für Ihre Hunde Stöcke in den See warfen. Mich wunderte das Sie die noch vorhandenen Nester der Zwergtaucher nicht trafen. Kurze Zeit später verließen alle vier Hundehalter den See. An diesem Abend tauchten dann auch keine Leute mit Hunden mehr am See auf. Es hatte sich wahrscheinlich herumgesprochen das wir dort sind und evtl. unangenehme Diskussionen starten könnten. Ansonsten hatten wir , wie auch zu den anderen Gelegenheiten , eine sehr positive Resonanz und sehr viele Leute unterschrieben unsere Unterschriftenliste. Der schöne Sommerabend bescherte uns noch viele sehr schöne Beobachtungen. Es befanden sich 27 Kanadagänse auf dem See, den sie immer mal wieder über unsere Köpfe fliegend verließen um sich kurz danach wieder dort einzufinden. Stockenten, Blässhühner und auch schon ein Zwergtaucher führten Junge. Zu unserer großen Freude konnten wir auch einen Grünschenkel, drei Waldwasserläufer und einen Flussregenpfeifer beobachten. Aus dem Wald jagte ein Habicht zweimal über den See und ein Sperber zog über den See hinweg. Bei einer erfolgreichen Jagd nach den sehr zahlreich anwesenden Libellen konnten wir einen Baumfalken bewundern. Seine fantastischen Flugmanöver ließen uns für kurze zeit vergessen, das dies nicht das Paradies, sondern ein sehr bedrohtes kleines Reich ist. Wir hatten einen fantastischen Abend, der auch durch die Anwesenheit von Peter Wild bereichert wurde. Solche Aktionen zeigen, das jeder für den NABU und damit für unsere Natur etwas tun kann. Jede Stimme zählt und kann sehr nützlich sein. Also Ihr Unschlüssigen NABU Mitglieder da draußen , kommt zu uns und unterstützt uns. JEDER KANN ETWAS TUN.
Text und Photos Petra Barwe und Brigitte Handy
Viele Vögel, wie Turmfalken, Schleiereulen und Mauersegler, aber auch Fledermäuse, leiden zunehmend an Wohnungsnot, da durch Bausanierung und Angst vor Taubendreck Kirchtürme versiegelt werden. Nicht so die Lutherkirche der ev. Kirchengemeinde in Dortmund-Hörde. Pfarrer Pense arbeitet seit Jahren mit dem NABU zusammen und bietet, durch die Anbringung eines Nistkastens, Turmfalken einen Brutplatz. Greifvogel- und Fledermausexperte, Reinhard Wohlgemuth, betreut mehr als 200 Nisthilfen im Raum Unna und Dortmund, so auch die in Hörde. Nach seiner Aussage hat zuletzt im Jahr 2005 eine Brut im Kirchturm stattgefunden, die jedoch durch die Anwesenheit eines Wanderfalken, der diesen als Rupfplatz nutzte, erfolglos blieb. Beim Ortstermin am vergangenen Mittwoch, mit den Vertretern der Gemeinde Pfarrer Pense und Münz, Herrn Stein von den Ruhr-Nachrichten, Herrn Wohlgemuth als Experte, wurde die Gemeinde durch den Geschäftsführer des NABU Dortmund, Herrn Raimund Barwe, als erste in Dortmund ausgezeichnet. Sie erhält ein Zertifikat als Dank und Anerkennung für ihr besonderes Engagement im Natur- und Artenschutz und eine Plakette „Lebensraum Kirchturm“, die am Kircheneingang befestigt wird. Pfarrer Pense möchte die Zusammenarbeit mit dem NABU Dortmund intensivieren und denkt dabei an die neu gegründete Jugendgruppe. Auch die Schaffung von Nistmöglichkeiten für Mauersegler oder eine Kinderstube für Fledermäuse, wird derzeit zusammen mit Herrn Wohlgemuth geprüft.
Text und Fotos, Petra Barwe
Am 14.06. starteten wir um 5 Uhr morgens mit 8 NABU Freunden zu einer Exkursion ins Moor. Klaus Horn hatte eine Route durch die Diepholzer Moorniederung ausgearbeitet.
Bei wunderschönem Wetter sind wir Morgens in Dortmund Asseln gestartet. Nach ca. 500 Metern sahen wir schon unser erstes Highlight des Tages. Ein Steinkauz hatte sich einen Zaunpfahl als Aussichtspunkt ausgesucht. Wir fanden, das dies schon mal ein gutes Vorzeichen für die Tour war. Gegen 7 Uhr erreichten wir das Oppenweher Moor. Hier verbrachten wir den größten Teil des Tages bei einer Wanderung durch dieses wunderschöne Moor. Das Oppenweher Moor gilt als das am besten erhaltene Hochmoor in Niedersachsen.
Wir folgten einem 8 km langen Rundkurs, auf dem wir die Schönheit des Moores genießen konnten und der uns viele spannende Beobachtungen bescherte. Viel Zeit wurde mit dem fotografieren von Wollgras, Sonnentau , Glockenheide, Moor und Wasserfröschen verbracht.
Sobald die Sonne etwas kräftiger schien ließen sich auch einige Schmetterlinge und Libellen bewundern. Das große Wiesenvögelchen, Distelfalter, rostfarbiger und Spiegelfleck- Dickkopffalter, Brombeerzipfelfalter und Geißklee Bläuling sind die Arten die wir bestimmen konnten. Beim den Libellen hatten wir etwas mehr Schwierigkeiten, da die meisten sehr unruhig waren und nie lange genug saßen, oder nur an uns vorbeiflogen, um sie zu bestimmen. Die Hufeisen Azurjungfer, gemeine Winterlibelle und Weidenjungfer konnte ich fotografieren und somit bestimmen. Vielleicht findet ja noch jemand anderes bei seinen Photos Libellen um unsere Liste etwas zu erweitern. Natürlich haben wir auch zahlreiche Beobachtungen von Vögeln machen können. Alles in allem 64 Arten. Baumpieper und Neuntöter begleiteten uns sehr zahlreich auf unserem Weg durch das Moor. Überall rief der Kuckuck und konnte bei seinem Flug übers Moor bewundert werden, so zahlreich, das ich den Kommentar hörte „Oh nicht schon wieder ein Kuckuck“.J Das Highlight der ganzen Gruppe allerdings war eine Schwarzspechtfamilie, die sich in einer der wenigen Birken aufhielt. Da sie sehr aktiv waren konnten sie von allen ausgiebig bewundert werden. Ein Weißstorch, Roter Milan, Rohrweihe, Baum und Turmfalken waren weitere Highlights der Tour. Auch die Kleinvögel waren in großer Zahl anzutreffen und sehr ruffreudig. Hier sollten Gelbspötter, Sumpfrohrsänger, Gartenrotschwanz , Pirol und zahlreiche Grasmücken hervorgehoben werden. Ein sehr erfolgreicher Tag im Moor. Auch dahingehend erfolgreich, das wir Michaels Handy wiedergefunden haben, das er unterwegs verloren hatte. Als bewusste Umweltschützer lassen wir natürlich keinen Elektroschrott einfach im Naturschutzgebiet liegen :-) :-) . Sorry Michael :-)
Weitere Abstecher haben wir dann im Anschluss noch in das Rheder Geestmoor und das Neustädter Moor gemacht. Wobei wir für beide nur wenig Zeit hatten. Die Meinung aller war, das dass Neustädter Moor noch einmal in einer anderen Exkursion ausgiebiger erkundet werden sollte. Wir hatten , wie immer, viel Spaß und einen sehr interessanten und lehrreichen Tag, der von Klaus Horn perfekt geplant wurde. Dank auch an Raimund der uns den ganzen Taggeduldig gefahren hat, und auch auf dem Heimweg noch durchgehalten hat, während ansonsten fast alle mal kurz eingenickt sind.
Brigitte Handy
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EXKURSIONSBERICHT
DER NABU - GRUPPE STADTVERBAND DORTMUND
in die Biosphärenregion Elbtalaue Wendland
Bei gutem Reisewetter fahren wir am 09. Mai 2009 mit zwei VW-Bussen und zehn NABU Mitgliedern um
9.oo Uhr morgens über die A2 in Richtung Hannover , dann Richtung Osten über Celle und Ülzen nach
Damnatz um unser Quartier, das Hotel Steinhagen , Am Elbdeich 8 , für die nächsten sechs Exkursionstage zu erreichen. Bei sonnig klarem Wetter war ein Stopp bei Penkefitz - ein Muss – um die Elbtalauen mit Fernglas und Spektiv vom Deich aus zu überblicken. Gleich 33 Kraniche, balzende Rohrweihen, Weißstörche Schwarzmilan und Rotmilan waren außer anderen vielen Wasservögeln die ersten Erlebnisse. Im Hotel waren bereits zwei NABU Mitglieder eingetroffen , so dass wir insgesamt 12 Teilnehmer sind. Abends ertönte lautes Froschkonzert, denn in unmittelbarer Nähe unseres Hotels waren drei Flachgewässer angelegt worden und Teichfrösche, Seefrösche und Laubfrösche quakten um die Wette.
11. Mai 2009
12. Mai 2009
Der dritte Tag vor Ort führte uns wieder bei strahlendem Himmel in die Gartower Allee. Großräumig war die Seite zum Elbholz abgesperrt, denn hier brüten Kraniche. Es waren heute viele Radler unterwegs und die Tiefflüge der Bundeswehr nervten. Wir verließen diesen Bereich eher als geplant und fuhren in die Aland-Niederung bei Gummern wo Weißstörche und Rohrweihen uns begrüßten. Heute hatten wir auch das Glück Zwergtaucher, Weißwangengänse , Pfeifenten, Brachvögel, Sandregenpfeiffer und Sumpfmeisen zu sehen. Nachmittags besuchten wir dann die Nemitzer Heide als Kontrastprogramm. Das Nemitzer Heidehaus, ein barrierefreies Fachwerkhaus bietet Information über die Kultur – und Naturgeschichte der Heide. Auch für Blinde und sehbehinderte Menschen erlebbar, einfach super. Regionale Produkte werden angeboten, der selbstgebackene Kuchen ist sehr zu empfehlen. Bei einem Rundgang in der Heide hörten wir die ersten Heidelerchen und sahen die ersten Neuntöter.Hier sollen auch Wiedehopf und Ziegenmelker vorkommen. Der Tag endete wieder mit lautem Froschkonzert.
13. Mai 2009
Der vierte Tag verspricht sonnig warm zu werden, wir fahren nach Penkefitz um vom Deich aus zu beobachten.. Die erste Nilgans hat jemand im Visier; Enten sind wenige auf den Wasserflächen zu sehen , Kiebitze und andere Limikolen nur ab und zu. Um so mehr erfreuen die Flugbilder der Rot- und Schwarzmilane, der Weißstörche und Kraniche.Trauerseeschwalben Lach – und Silbermöven ziehen über die Wasserflächen und die erste Beutelmeise wird entdeckt. Bei der Mittagspause läuft plötzlich ein Fischotter über die Straße und verschwindet blitzschnell im hohen Gras Richtung Wasserfläche . Zitronen- und Aurorafalter fliegen über die Wiesen ; auch den Schwalbenschwanz sehen wir häufiger. An diesem Tag besuchen wir noch den Pevitzer Forst um mit etwas Glück den Schwarzstorch zu sehen . Auch hier ist der Zugang zum Waldsee abgesperrt um die brütenden Störche zu schützen. Wir gehen durch den Wald und treffen auf offenes Wiesengelände. Hier können wir lange Zeit einen Fuchs beobachten auf Nahrungssuche. Der Wind steht für uns sehr günstig und die Digitalkameras klicken. Als er uns wittert dreht er um und schnürt über die Wiese in Richtung Waldrand. An diesem sonnigen Nachmittag fliegen wieder Hornissen und das Waldbrettspiel über die Brombeerhecken. Ein schöner Tag endet am Abend wieder mit Froschkonzert.
Heute geht es bei sonnigem Wetter von unserem Standort in Richtung Dömitz und dann nach Rüterberg auf die Ostseite der Elbe. Von einem Beobachtungsturm aus überblicken wir weit die Elbtalauen sehen Kraniche rasten und Weißstörche fliegen und Rehe äsen. Die Rüterberger Tongrube ist ein besonderes Kleinod und ein Projekt des Fördervereins Naturschutz Elbtal e. V. Am Rande der Tongrube treffen wir auf Trockenrasen, hier blühen Grasnelken in Fülle und wir gehen den Naturpfad hinunter zum kleinen See. Durch unsere Schritte hatten wir zwei Ringelnattern beim Sonnenbaden gestört und wir konnten längere Zeit beobachten wie sie bei strahlendem Sonnenlicht den See durchschwammen. Hier erlebt man einen intakten Lebensraum für selten gewordene Tiere und Pflanzen. Der Pirol war wieder zu hören und am blauen Himmel kreisten zwei adulte Seeadler. Nach einer kleinen Mittagspause geht es über Klein Schmölen zum NSG Elbtaldünen mit Dünenlehrpfad . Die hohen Sanddünen sind zur Nordseite hauptsächlich mit lockerem Kieferbestand bewachsen , zur Südseite mit Trockenrasen und seltenen Pflanzen,dann beginnt der alte Löcknitz- Altlauf mit Feuchtwiesen und Riedbeständen.Dieses Frühjahr war wenig Regen gefallen und auf den größeren Wasserpfützen schwammen Höckerschwane und einige Enten. Neuntöter und Braunkehlchen konnten gut beobachtet werden und selbst der unruhige Schwalbenschwanz hielt kurz für ein Foto still. Die Trichter der Ameisenlöwen waren im feinen Dünensand überall zu erkennen. Ein Schöner Tag endete , es wurde am Abend kühl und wir vermissten unser Froschkonzert.
15. Mai 2009
In der Nacht hatte es geregnet. Unser Ziel heute ist Schnackenburg mit Hafen, die Elbe und Elbewiesen . 21 Höckerschwäne liegen auf dem Wasser fast alle einjährig, Graugänse mit Nachwuchs, Brandenten, Kormorane, Graureiher, Weißstörche auf der Futtersuche. Rot – und Schwarzmilan am Himmel und die Rohrweihe gleitet im Wankelflug über das Rohr. Heute sahen wir insgesamt elf Seeadler.In einem NSG in derNähe hatten wir das Glück aus geringer Entfernung Schwarzkehlchen und Neuntöter zu sehen und zu fotografieren. Am Nachmittag geht es über den Höhbeck zurück, in der Hoffnung den Wanderfalken zu sehen. Er hatte heute wohl keine Lust ! Im Hotel zurück gibt es Kaffee und leckeren Kuchen, dan Koffer packen und abends nochmal die ausgezeichnete Küche des Hauses zu geniessen. Am nächsten Morgen den
16. Mai 2009
fahren wir auf der Rückreise über die Göhrde. Am Jagdschloß machen wir einen Stop und gehen durch den Wald. Die Sonne scheint und das helle Grün der Heidelbeersträucher leuchtet im lichten Wald. Unterwegs ruft der Pirol, ein Buntspechtpaar versorgt seine Brut mit Futter, am Forsthaus sahen wir den Grauschnäpper. Weiter geht es quer durch die Göhrde über Himbergen, dann Richtung Celle und über die A2 zügig wieder nach Dortmund. Wir hatten das Glück bei vorwiegend Top Wetter 121 Vogelarten zu sehen . Danke an Reinhold Neugebauer, der die Tour ausgearbeitet und organisiert hat.
Kriemhild Lange
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Zur Begrüßung bekamen wir erst einmal 1 Maikäferpärchen beim Liebesspiel präsentiert. Welch ein Einstieg. Volker Heimel der die Körnebach Exkursion leitete hatte Sie unterwegs gefunden und und zum Anschauen mitgebracht. Er ist ein leidenschaftlicher Sammler von Federn, die er auch mal gerne am Käppi angesteckt trägt, deshalb hat er von mir den Namen Federnamnn bekommen. Am Treffpunkt in Kurl warteten schon 14 Interessierte auf einen spannenden Morgen. Das Wetter hatte es gut mit uns gemeint und uns einen wunderschönen sonnigen Morgen präsentriert. Kurz nachdem wir uns auf den Weg gemacht haben hatten wir auch schon das erste große Highlight des Tages. Eine Vierflecklibelle sonnte sich in der Morgensonne. Für mich war es das erste Mal das ich Sie in Deutschland gesehen habe, bisher hatte ich diese Freude nur in Ungarn. Die nächste Libelle ließ nicht lange auf sich warten. Es war eine gebänderte Prachtlibelle. Auch diese hatte ich bisher nur in Ungarn gesehen. Toll. Volker zog alle Register und erklärte uns viele Details über den Körnebach, den Unterschied zwischen Gundermann und dem Günsel, vieles zu Hummeln und Bienen und, und und... Der Mann hat einfach ein so großes Allgemeinwissen zu den Naturthemen, das es Spaß macht Ihm zuzuhören und zu lernen. Langsam wurde es immer wärmer und die ersten Jacken wanderten in die Rucksäcke. Aurorafalter, Weißlinge und ein Landkärtchenfalter flatterten in den Sonnenstrahlen, und ein Waldbrettspiel ließ sich von allen Exkursionsteilnehmern bewundern. Kurze Zeit später hatte die Gruppe sich etwas auseinander gezogen, und wie wir später hörten hat die Vorhut einen Feldschwirl gesehen. Neben einer Gartengrasmücke einer der wenigen Ornithologischen Höhepunkte. Natürlich warteten alle in der Gruppe gespannt darauf einen Eisvogel zu sehen, aber dieses Jahr scheinen sich die fliegenden Edelsteine in Dortmund sehr rar zu machen. Aber ganz am Ende der Gruppe flatterte ein absolutes Highlight über meinen Kopf . Es war ein Schwalbenschwanz. WOW. Damit hatten wir nun überhaupt nicht gerechnet. Nachdem wir Ihn ausgiebig bewundert haben dachten wir auch an den Rest der Gruppe, die schnell mit dem Handy herbeigerufen wurde. Und wie es immer so ist, ist der Falter natürlich hinter den Zaun zum Golfplatz verschwunden und ließ sich erstmal nicht wieder sehen. Minutenlang wurde der Zaun gebannt beobachtet, bis bei den anderen Teilnehmern schon Skepsis zu unserem Fund aufkam. Aber da Geduld ja bekanntlich belohnt wird ließ sich der Schwalbenschwanz dann wieder sehen, und von allen anderen bewundern. Dies war dann für fast alle in der Gruppe das Highlight des Tages. Langsam mußten wir uns dann wieder auf den Rückweg machen. In der Thermik kreisten einige Bussarde und ein Sperber. Sie drehten Ihre Kreise direkt über uns und brachten noch einmal Spannung in den Morgen. Nachdem die Vogelwelt an diesem Morgen keine großen Besonderheiten geboten hat war dies doch noch ein schönes Schauspiel. Aber ein weiteres Highlight hatte dieser Morgen noch zu bieten. Im Gebüsch fanden wir 3 ineinander verschlungene Blindschleichen, die sich bekämpften. Auch dies für mich ein wunderschönes Erlebniss. Blindschleichen habe ich bisher nur ganz kurz gesehen, und hier konnte man sie mal richtig ausgiebig bewundern.
Ich denke das ich im Namen aller Teilnehmer spreche wenn ich den heutigen Morgen eine sehr gelungene, sehr interessante Exkursion nenne. Es hat einfach alles gepaßt. Danke Volker.
Brigitte Handy
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14.04.09
Martin Gauger ( r ), Felix Ostermann NABU Stadtbezirksgruppe Lütgendortmund und Willi A. Breunig ( l ) vom Stadtbezirksmarketing Lütgendortmund haben den Schaukasten im Naturschutzgebiet Dellwiger Bachtal wieder restauriert und mit einer neuen Infotafel " Vögel " bestückt . Weitere vom Stadtbezirksmarketing gesponserten Infotafeln sollen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden mit Informationen über Waldtiere , Amphibien , Schmetterlinge usw.
Brutvogelkartierung für den Brutvogelatlas Nordrhein-Westfalen
Seit 2005 sind hunderte begeisterte Vogelkundler im ganzen Land unterwegs, um die Bestände unserer Brutvögel zu erfassen. Damit schaffen sie die Grundlagen für den neuen Atlas der Brutvögel Nordrhein-Westfalens, der 2010 erscheinen wird.
Das Projekt wird von der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft (NWO), gemeinsam mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), organisiert. Ein aktueller Brutvogelatlas wird nicht zuletzt auch deshalb dringend benötigt, um die vielfältigen Aufgaben des gesetzlichen Vogelschutzes bearbeiten zu können.
Wie bereits bei dem zeitgleich gestarteten bundesweiten Atlasprojekt ADEBAR (Atlas Deutscher Brutvogelarten), an dem der Nabu Dortmund mitgewirkt hat, wird er sich auch an diesem Projekt für NRW beteiligen.
Erich Kretzschmar und Reinhold Neugebauer haben die Koordination der Kartierungsarbeiten für die Dortmunder Teilnehmer übernommen und sich die Messtischblattquadranten 4408/1 und 4308/II, III und IV vorgenommen.
Das Kartierungsgebiet ist nach Aussage von Erich Kretzschmar eine krasse Mischung aus tiefstem Ruhrgebiet und Münsterland, mit vielen Ackerflächen, wenig Grünland, viel Wald, kleinen Feuchtgebieten und sehr schönen Bächen.
Petra Barwe11.04.2009
Elf Dortmunder Nabu Mitglieder fuhren am 11.04.2009 nach Gelsenkirchen (trotz erheblichen Widerstandes einiger anwesenden Borussenfans), um für den Brutvogelatlas NRW, mittelhäufige Brutvogelarten zu erfassen. In vier Gruppen von jeweils zwei Personen und einer mit drei Personen zogen sie los, um in Wohngebieten, kleinen Wäldern und Naturschutzgebieten, Park- und Agrarlandschaften und im Bereich einer Halde, relevante Arten zu notieren, die im Vorfeld in Form einer Tabelle durch Reinhold Neugebauer festgelegt wurden.
Von Haubentauchern, Höckerschwänen, Kanada- und Nilgänsen über versch. Taubenarten bis hin zu Spechten, Meisen und Drosseln, Greifen und vielem mehr, wurden akribisch alle Brutvögel notiert und zusammenfassend in einer Tabelle gespeichert.
Der Auftrag wurde von allen mit vollem Einsatz durchgeführt, selbst als man Nahe der „Arena auf Schalke“ auf diese seltene, blauweiße Spezies traf …
Trotz dieser kurzen Irritation sind alle motiviert, wollen weiter machen und sich regelmäßig aufmachen, um Brutvögel zum Wohl des Naturschutzes zu kartieren, auch in Gelsenkirchen.
Petra Barwe
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Ökotreff : Naturkundemuseum
Unser NABU Ökotreff am 31.März 09 war überschrieben : Blick hinter die Kulissen des Naturkundemuseums Dortmund ,Münsterstr.271 . Pünktlich um 19.00 Uhr wurden 16 interessierte NABU Mitglieder des Stadtverbandes Dortmund herzlich vom Personal des Museums empfangen. Nach freundlicher Begrüßung wurden im Anschluss die wunderschönen Exponate vorgezeigt und ausgiebig erklärt. Zeitgleich konnte auch die Ausstellung" Auf den Hund gekommen ? " von allen Anwesenden bestaunt werden . Die Natur -und Kulturgeschichte des Hundes wird hier weitreichend zur Anschauung gebracht.Im Anschluss konnten die vielen gelagerten Exponate in den Magazinräumen bestaunt werden . Diese werden von Zeit zu Zeit mit denen in der Ausstellung gezeigten Exponateausgetauscht , damit beim Besucher des Museums stets neue Eindrücke beim Betrachten entstehen .Ausserordentlich interessant war die Besichtigung der Präparatorenwerkstatt . Hier wurde den Zuschauenden nicht nur das "Ausstopfen " von Vogelbälgen verunglückter Vögel gezeigt ,sondern auch detalliert erklärt . Fazit : Wieder mal eine gelungene Veranstaltung des NABU Dortmund .
Felix Ostermann
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In diesem Jahr startet der Nabu Dortmund mit einem zusätzlichen, regelmäßigen Treffen, das immer am zweiten Donnerstag des Monats stattfindet. Nabu aktiv ist hierfür das Motto, um unsere Aktiven zu fordern und um neue Mitglieder zu motivieren, sich für den Naturschutz einzusetzen.Während des ersten Termins im Februar, sammelte Raimund Barwe, neuer Geschäftsführer und Initiator dieser Zusammenkunft, sämtliche Vorschläge der Anwesenden. Innerhalb einer Gruppe von 3-5 Personen, wurde auf vorbereiteten Karten niedergeschrieben, was geändert, verbessert oder geplant werden soll. An einer Tafel wurden diese nach Maßnahmen, Projekten und längerfristigen Maßnahmen gegliedert. Die Ideen waren schier grenzenlos und reichten u. a. von „EDV Workshops“ über „Nisthilfenbau“ bis hin zu „Patenschaften für Schutzgebiete“ und „Internetpflege“.
Eine kurzfristige Maßnahme, war am letzten Samstag eine Aufräumaktion unseres Treffpunkts im Tierschutzzentrum Hallerey. Die Teilnahme von 13 Helfern war überwältigend. Um 10.00 Uhr ging es los, um Sträucher zu schneiden, Regale zu reinigen, Fenster zu putzen, Schränke umzuräumen und zu säubern und Überflüssiges weg zu schmeißen.
Die Firma W. D. Düllmann GmbH & Co. KG, die u. a. Fachbetrieb für die Installation von Photovoltaikanlagen ist, stellte einen Ford Transit zu Verfügung, um alles Überflüssige zur EDG transportieren zu können. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür.
Die Beteiligten fanden kein Ende. So war die Aktion erst gegen 18.00 Uhr vorbei, nachdem alle Räume vom Feinsten waren. Man mutmaßte schon, dass es demnächst so gemütlich sei, dass keiner mehr nach Hause wolle. Nun muss nur noch ein sonniger Anstrich her. Dafür ist Samstag, der 14. März 2009, vorgesehen. An diesem Tag sollen auch noch kleinere Reparaturen durchgeführt werden.
Helfer sind herzlich willkommen. Petra Barwe
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Nachdem am letzten Mittwoch die Vertreter der Naturschutzverbände BUND, NABU und LNU die ersten Schritte auf den Weg gebracht haben, um gemeinsame Aktionen zu starten, haben sich am Samstag, den 14.02.2009, Mitglieder der AGARD und des NABU Dortmund getroffen, um zusammen an einer Aufräumaktion auf der Naturschutzinsel im Westfalenpark teilzunehmen.
Bei trockenem Wetter und gelegentlichem Sonnenschein, trafen sich die Helfer um 11.00 Uhr
am Naturschutzhaus und erhielten vom 1. Vorsitzenden der AGARD, Georg Kaleck, genaue Anweisungen. Es wurde Vegetation an Wegen entfernt, eine kleine Birke gefällt, Bäume und Sträucher beschnitten und die Uferzone am Teich von Zypressennadeln befreit. Viele Besucher blieben zu einem Smalltalk stehen und lobten unseren ehrenamtlichen Einsatz.
Rotkehlchen und Zaunkönig erfreuten sich an dem von Nadeln befreiten Erdboden und suchten in unmittelbarer Nähe nach Fressbarem.
Während einer kurzen Pause mit belegten Brötchen, Kaffee, Tee und Plätzchen und einer munteren Plauderei, kamen sich alle etwas näher. Nach dem Motto „Viele Hände schnelles Ende“ war unser Einsatz schon um 15.30 Uhr vorbei. Es waren sich alle einig. Es hat richtig Spaß gemacht und es werden weitere gemeinsame Aktionen folgen. Wer demnächst dabei sein möchte, kann sich jederzeit melden.
Petra Barwe zurück
Auch in diesem Jahr haben wir als NABU die Veranstaltung „Jagd und Hund“ positiv erlebt.
Wir blicken auf sehr offene und informative Gespräche zurück, wir erhielten u. a. Einladungen bis nach Holland, und wieder begrüßte man unsere Präsenz.
Doch bedauerten Besucher mehrfach, uns in einer Ecke der Halle vorzufinden.
Die Platzierung unseres Messestandes hatte vielleicht etwas den Beigeschmack, am Außenrand zu stehen.
Jedoch wurde immer wieder deutlich, das Anliegen des NABU und das der Jägerschaft ist im Großen und Ganzen zielgleich. Wir wollen alle mit der Natur im Einklang leben, sie erhalten und pflegen. Jäger beklagten auch die „schwarzen Schafe“ in ihren Reihen.
Eine große Anziehungskraft bringt in diesem Jahr der Eisvogel als „Vogel des Jahres“.
Es wurde nach Literatur gefragt, man erfreute sich an dem wunderschönen Eisvogel-Leuchtbild, und selbst an unseren Eisvogel-Stickern.
Uns hat die Messe einfach Spaß gemacht, und wir freuen uns auf das nächste Jahr.
Brigitte und Klaus Horn 19.02.2009 zurück
Georg Terwelp, der Organisator der Tour, versorgte alle mit heißen Getränken, vor allem aber mit sehr ausführlichen und fachlich sehr fundierten Informationen zur niederrheinischen Landschaft, den anwesenden Vogelarten und diversen Naturschutzproblemen. Auch wenn die Artenliste diesmal nicht so lang war wie auf anderen Touren, waren sich alle einig: Diese Art von Vogelexkursion ist etwas Besonderes und zur Wiederholung empfohlen.
Text von E. Kretzschmar , Photos von P. Barwe
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